Klavier
„Bei meiner ersten Klavierlehrerin war ich vier Jahrelang mit nichts
anderem beschäftigt, als mit trockenen Fingerübungen. Mit zehn
sagte ich zu meiner Mutter: „Ich höre auf!“ Meine Mutter
brachte mich daraufhin zu einer anderen Klavierlehrerin und bei ihr habe
ich zum ersten Mal verstanden, was Musik bedeutet, es war eine vollkommen
neue Welt. Zwei Jahre später wusste ich, dass ich meine Schüler
genauso unterrichten werde, wie sie mich. Ich wollte keine Konzertpianistin
werden, ich wollte Musik unterrichten. Über diese Wahl bin ich noch
immer sehr glücklich.“
Julija Winnikova wurde 1954 in Baku [Aserbaidschan] geboren. Sie beendete
zuerst das Staatliche Konservatorium und anschließend die Hochschule
für Musik in Baku - beides mit Auszeichnung. An der Hochschule für
Musik studierte Julija Winnikova gleichzeitig an den Fakultäten für
Klavier und Orgel. Sie qualifizierte sich während ihres Studiums
in fünf Berufsfeldern: Konzertpianistin, Organistin, Klavierlehrein,
Korrepetitorin und Solistin eines Kammerensembles.
Achtzehn Jahre lang arbeitete sie als Musiklehrerin an der Musikakademie
in Baku, viele ihrer Schüler schlossen ebenfalls Musikhochschulen
ab und wurden professionelle Pianisten und Organisten. Seit 1996 lebt
Julija Winnikova in Deutschland. In den ersten Jahren ihres Aufenthaltes
arbeitete sie als Organistin, seit 1999 unterrichtet sie an der Musikschule
in Bad Nauheim.
Unter ihren Schülern sind zahlreiche Preisträger des Wettbewerbes
„Jugend musiziert“ auf Regional-, Landes- und Bundesebene,
des nationalen Bachwettbewerbes, internationalen Klavierpodiumswettbewerbs
in München, und anderer Klavierwettbewerbe. Julija Winnikova wurde
u.a. beim Büdinginer Klavierwettbewerb im Jahr 2007 bereits zum dritten
Mal in Folge als erfolgreichster Klavierlehrer ausgezeichnet, weshalb
der Wanderpokal der Stadt Büdingen in ihren Händen blieb.
Seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn setzt sich Julija Winnikova intensiv für die Förderung des pianistischen Nachwuchses ein und engagiert sich u.a. im Bereich der Begabtenförderung, Stipendien für junge Pianisten sowie den interkulturellen Kontakt zwischen Hochschulen, Pianisten, Komponisten und Nachwuchskünstlern. Darüber hinaus organisiert sie regelmäßige Konzert-Events mit Schülerinnen und Schülern.
