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Barbara Meditz
Fagott




Ich unterrichte Fagott an der MUSIKSCHULE BAD NAUHEIM und blicke nun auf mehr als 20 Jahre Erfahrung als Musikpädagogin zurück. Begonnen hat alles in meiner Heimat Vorarlberg. Gerade volljährig, begann ich der Musikschule Dornbirn Kinder und Jugendliche in den Fächern Blockflöte und Fagott zu unterrichten – eine Tätigkeit, die mich bis heute fasziniert. Auf meinem Umzug nach Deutschland folgten die ersten Privatschülerinnen und -schüler. Seit mehr als 10 Jahren bin ich nun für die Musikschule Friedrichsdorfs tätig – auch hier sind es Kinder und Jugendliche, die ich in meinen beiden Fächern unterrichte. Neben den beiden Musikschulen unterrichtete ich u.a. an einem Frankfurter und einem Friedberger Gymnasium. Das Holzblasinstrument ist ein typisches Orchester-Instrument und viele meiner Schüler konnten einen Platz in einem Jugend-Orchester finden. Einige von ihnen haben auch erste und zweite Preise bei „Jugend musiziert“ gewonnen, manche studieren Musik oder haben Ihr Musikstudium bereits erfolgreich abgeschlossen. Als Neuling bin ich seit Sommer 2010 an der hiesigen Musikschule tätig und freue mich, die von Ulrike Fröhling aufgebaute Fagott-Klasse fortführen zu dürfen.

 

„Kinder und Jugendliche sind für mich das wertvollste. Wenn ich mit Ihnen zusammenarbeite, möchte ich deren Entwicklung positiv fördern und ihnen ihr vorhandenes Potential bewusst machen. Ich versuche ihnen dabei zu helfen, einen lockeren Umgang mit ihren Fähigkeiten zu schaffen. Im Unterricht steht das Erleben der Musik im Vordergrund, das nicht durch positive oder negative Beurteilungen gestört werden sollte. Musikunterricht ist für mich ferner Teil unserer kulturellen Bildung – nicht anders als Mathematik oder Literatur. Am wichtigsten erscheint mir dabei immer, den Schülerinnen und Schülern Lebenserfahrung mit auf den Weg zu geben, die sie selbst mitgestalten und begreifen.“

 

Geboren 1970 im Vorarlberg in Österreich, aufgewachsen in einer musikliebenden Familie fand ich die ersten Töne im Alter von 7 Jahren auf der Blockflöte und dem Klavier. Nach drei Jahren Unterricht in beiden Instrumenten begann ich mit meinem heutigen Instrument: dem Fagott. Wettbewerbe und Preise folgten in den kommenden Jahren: Mit 12 und 14 Jahren wurde ich Erste (mit Auszeichnung) bei „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Als Preisträgerin trat ich den Weg ins Konzerthaus Wien an und spielte erstmals Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion, damals unter der Leitung von Peter Schreier, was mich sehr beeindruckte.

 

Die ersten Noten im Musik-Studium folgten mit 16 Jahren, zunächst am Konservatorium Feldkirch, später am Mozarteum Salzburg. Meine Lehrer waren Allen Smith, Solo-Fagottist des „Mexico City Orchestra“, und Milan Turkovic´, einer der renommiertesten Solo-Fagottisten. Klaus Thulemann und Karl Ölberger waren weitere musikalische Lehrer. Bei meinem Aufenthalt am Salzburger Mozarteum kam ich ferner in den Genuss am Kammermusik-Unterricht von Nikolaus Harnoncourt – einem Pionier der historischen Aufführungspraxis – teilnehmen zu dürfen. Nach diesen Erfahrungen fand ich meinen persönlichen Ausdruck nicht nur in der zeitgenössischen, sondern auch der alten Musik. Die zweite Phase meiner Ausbildung war geprägt von der historischen Aufführungspraxis, in der ich viel von der schottischen Barock-Spezialistin Rhoda Patrick lernen konnte. Soviel zur Musik, die jedoch nicht immer in meinem Lebensmittelpunkt stand. Auch habe ich eine zweite Liebe: die bildende Kunst. An mein Musikstudium schloss ich daher noch ein Kunststudium an und studierte „Film und Kochen als Kunstgattung“ bei Peter Kubelka an der Frankfurter Städelschule.

 

Neben meiner Arbeit als Musikpädagogin bin seit fast 30 Jahren als Musikerin in verschiedenen Orchestern tätig. Mit 11 Jahren betrat ich zum ersten Mal eine Bühne als Orchester-Musikerin, drei Jahre später wurde ich festes Mitglied in einem Profi-Orchester – dem Orchester Camerata Bregenz (heute: Symphonieorchester Vorarlberg), bei dem ich 10 Jahre lang mitwirkte. Seit dieser Zeit führte ich zahlreiche Orchester-Werke mit verschiedenen Ensembles auf, u.a. Göttinger Festspielorchester, Camerata Salzburg, Concerto Stella Matutina, Orchestra La Scintilla, L’arpa festante, Neumeyer Consort. Persönlich geprägt haben mich die Begegnungen mit Musikern wie Sándor Végh, Yehudi Menuhin, Nikolaus Harnoncourt, Michael Gielen, Paul Gulda, Heinrich Schiff, Nicolas McGegan und Hagen Quartett, mit denen ich gemeinsam musizieren durfte. Spielstätten wie das Concertgebouw in Amsterdam, der Palau de la Música in Barcelona, die Carnegie Hall in New York und der Musikverein in Wien gehören für mich zu den schönsten Konzertsälen.
Einer der Höhepunkte der letzten drei Jahre war zweifelsohne die Zusammenarbeit mit dem Orchestra La Scintilla der Oper Zürich, mit dem ich die italienische Sopranistin Cecilia Bartoli auf ihrer Welttournee begleiten durfte. Für die Frankfurter Oper greife ich seit 2010 zum Instrument: In diesem Jahr freue ich mich darauf zwei historisch aufgeführte mit dem Opern-Orchester der hessischen Metropole zum Besten zu geben. Den ersten Programmpunkt stellt Dido and Aeneas von Henry Purcell unter der musikalischen Leitung des griechischen Dirigenten Constantinos Carydis dar. Daran schließt Marc-Antoine Charpentiers Barock-Oper Médée an, bei der die bekannte schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter die Titelpartie übernehmen wird. Im März spiele ich ein Kammerkonzert mit dem Ensemble Concerto Stella Matutina, bei dem der italienische Barock-Oboist Alfredo Bernadini als Solist und musikalischer Leiter wirken wird.
Als weitere diesjährige Highlights stehen CD-Produktionen mit verschiedenen Orchestern auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Neumeyer Consort werde ich Messias von Georg Friedrich Händel und Laudate Pueri von Felix Mendelsohn Bartholdy aufnehmen, mit dem Münchner Barock-Orchester L’arpa festante wiederum werden romantische Cello-Konzerte auf CD gebannt.